Lexikon: Fachbegriffe einfach erklärt

In der Onkologie ist die präzise Verwendung medizinischer Begriffe von großer Bedeutung. Damit Sie jederzeit gut informiert sind, finden Sie hier verständliche Erklärungen zu häufig verwendeten Fachausdrücken.

Adjuvante Therapie

Eine medikamentöse Behandlung nach einer Operation, die darauf abzielt, eventuell verbliebene Tumorzellen zu bekämpfen und einem Rückfall (Rezidiv) vorzubeugen.

Aszitespunktion

Entnahme von Flüssigkeit aus der Bauchhöhle („Bauchwasser“) – meist ultraschallgestützt zur Diagnostik oder zur Linderung von Beschwerden.

Chemotherapie

Behandlung mit sogenannten Zytostatika, das sind Medikamente, die das Wachstum und die Teilung von Krebszellen hemmen. Sie kann über Infusionen oder in Form von Tabletten verabreicht werden.

Immuntherapie

Ein Therapieverfahren, das das körpereigene Abwehrsystem gezielt aktiviert, um Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.

Knochenmarkpunktion

Dabei wird eine kleine Menge Knochenmark (meist aus dem Beckenknochen) entnommen und untersucht. Die Entnahme erfolgt in örtlicher Betäubung.

Lymphknotenpunktion

Gezielte Entnahme von Gewebe aus vergrößerten Lymphknoten zur Abklärung einer möglichen Tumorerkrankung, in der Regel ultraschallgesteuert und ambulant.

Liquorpunktion

Entnahme von Nervenwasser (Liquor) aus der Lendenwirbelsäule zur Untersuchung des zentralen Nervensystems auf Tumorzellen oder Entzündungen.

Metastasen

Tochtergeschwülste eines bösartigen Tumors, die sich über die Blut- oder Lymphbahnen in anderen Organen ansiedeln.

Monoklonale Antikörper

Spezifisch hergestellte Eiweißstoffe, die gezielt an Krebszellen andocken und deren Wachstum hemmen – eine Form der Immuntherapie.

Neoadjuvante Therapie

Eine Behandlung (z. B. Chemotherapie), die vor einer geplanten Operation durchgeführt wird, um den Tumor zu verkleinern und die Chancen auf Heilung zu verbessern.

Pleurapunktion

Entnahme von Flüssigkeit aus dem Brustkorb (zwischen Lunge und Rippenfell), meist zur Diagnostik oder zur Linderung von Atemnot – in der Regel ultraschallgestützt.

Rezidiv

Das Wiederauftreten einer bereits behandelten Krebserkrankung.

Solide Tumore

Ein fester Gewebetumor (im Gegensatz zu Blut- oder Lymphkrebserkrankungen wie Leukämie), der sich beispielsweise in Organen wie Lunge, Darm oder Brust bildet.

Supportive Therapie

Begleitende Maßnahmen während der Tumorbehandlung, z. B. Schmerztherapie, Infektionsprophylaxe oder Behandlung von Nebenwirkungen wie Übelkeit.

Targeted Therapy (zielgerichtete Therapie)

Eine moderne Behandlungsform, bei der speziell entwickelte Medikamente gezielt in den Stoffwechsel von Tumorzellen eingreifen und gesundes Gewebe schonen.

Tumorkonferenz

Ein interdisziplinäres Ärzteteam (z. B. Onkologen, Chirurgen und Strahlentherapeuten) bespricht den individuell besten Behandlungsplan für die Patientin oder den Patienten.

Zytostatika

Das sind Wirkstoffe, die das Wachstum von Krebszellen hemmen oder deren Teilung stoppen. Sie sind häufig Bestandteil der Chemotherapie.